5. FL-IBL-Meisterschaften

Rangliste

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Trotz misslichem Wetter sehr gut besucht

Text:Giaimo Michi | Bilder: blende47.com

Mit rund 300 Meldungen waren die Liechtensteinischen Landesmeisterschaften und IBL Meisterschaften über alle Disziplinen sehr gut besetzt. Auch wenn das kühle und nasse Wetter nicht überall Bestleistungen zuliess, gibt es doch über die eine oder andere Top-Leistung zu berichten.

Organisation durch den LLV

Wie schon seit Bestehen des eigenständigen Leichtathletikverbandes, war es auch in diesem Jahr das OK-Team des Verbandes, welches unter Federführung von Rainer Alheit, die 5. Liechtensteinischen Einzel-Landesmeisterschaften durchführten. Als wegweisender Entschluss erwiesen sich die Bemühungen, die IBL Meisterschaften mit ins Boot dieser Veranstaltung zu nehmen. Zudem wurde das Datum vorverlegt, was sich ebenfalls positiv auswirkte. Nutzten doch einige Nachwuchsathletinnen und Athleten den Wettkampf zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Schweizermeisterschaften der U16 bis U23.

Erfreulicherweise waren auch viele Zuschauer auf der Schaaner Rheinwiese anwesend und kamen so in den Genuss bester Leichtathletik. Welche auf diesem regionalen Niveau ebenso faszinierend erlebt werden kann, wie bei der Weltklasse. Dazu noch viel näher bei den Athletinnen und Athleten. Glücklicherweise hellte das Wetter am Nachmittag auch etwas auf, sodass besonders in den Mittelstreckenläufen recht gute Bedingungen herrschten. Am meisten litten, wie bei solchem Wetter üblich, die Sprungdisziplinen. Während in den Wurf- und Sprintdisziplinen die Verhältnisse etwas weniger schwer wiegen.

Ein grosses Lob gehört den vielen Helferinnen und Helfer. Es ist immer wieder eine Mammutsaufgabe, alle Disziplinen mit genügend Helfern einzudecken, sodass auch alles regulär und korrekt ablaufen kann. Die unermüdliche Silfriede Marxer hält da die Fäden seit Jahren in der Hand und sorgte sich gewohnt kompetent um die Kampfgerichte und Helfer. 

Liechtensteiner mit ansprechenden Leistungen

Der Blick in die Resultatlisten verrät leider sehr schnell, wie es um die Liechtensteiner Leichtathletik bei den U16 bis aktiven steht. Auch wenn doch einige Leistungen sehr gut sind, lässt sich nicht alles schönreden. Es fehlt in allen Disziplinengruppen eine solide breite Spitze. Von einer Basis kann schon gar nicht die Rede sein. Sind doch letztlich vorwiegend Einzelkämpfer übriggeblieben, welche sich lobenswert halten und eisern dranbleiben. In den Sprint- Und Sprungdisziplinen zeigten an diesem Wochenende Cosima Meier (5.99m im Weitsprung) und Philipp Frommelt (24.12 über 200m) solide Leistungen. Ebenso Leonard Hasler, der den Weitsprung der U20 mit  5.86m gewinnen konnte. Alle drei starten für den TV Eschen-Mauren. Vom jüngeren Nachwuchs scheint Lara Schurte (LC Schaan) die einzige zu sein, welche nachrückt. Sie zeigte einen starken Weitsprung und gewann den Speerwurf in ihrer Kategorie mit 30.58m. In der Tat erfreut sich die Wurfsparte, insbesondere der Diskuswurf über guten Nachwuchs. Besonders bei den Mädchen der U16, wo Sophia Zanghellini (TV Eschen-Mauren) vor ihrer Vereinskollegin Katharina Ritter siegen konnte. Laura Rheinberger (LC Schaan) blieb mit Rang drei und 34.77m etwas unter ihren Bestleistungen. Von den Läufen gibt es abschliessend doch einige Lichtblicke zu melden. So siegten die beiden jungen Nachwuchsläufer des TV Eschen-Mauren über die 1000m souverän. Lukas Busa bei den U14 und Jaro Heeb bei den U10.  Mit gewohnt starken Leistungen warteten Deny Vetsch (TV Schaan-Leichtathletik) mit 2.57.57 über 1000m und Michèle Gantner (LC Vaduz) mit 2.22.30 über 800m auf.  Zu einer grossartigen persönlichen Bestzeit reichte es Jann Hayenga (TV Schaan-Leichtathletik) über 800m. Mit 2.02.78 nähert er sich langsam aber sicher der 2-Minuten Grenze.

Die Saison ist schon fast gelaufen

Am nächsten Wochenende werden eine Handvoll Athletinnen und Athleten der Liechtensteiner Vereine an der Eingangs erwähnten Nachwuchs-schweizermeisterschaft teilnehmen. Sie alle erreichten die geforderten Teilnahmewerte und dürfen sich mit den Besten unseres Nachbarlandes messen. Da keine ernsthaften Medaillenkandidaten auszumachen sind, wird das Erreichen einer Finalplatzierung das Hauptziel sein. Überraschungen sind jedoch nie auszuschliessen.

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